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16. Juni 2019

Fotograf gesucht? 7 Tipps für den passenden Fotografen

1. Fotograf gesucht? Suche breit!

Suche bei Google nach „Hochzeitsfotograf Berlin“ und schreibe dann die ersten drei Treffer an. Das ist der vielversprechendste Weg, einen Fotografen zu finden, der nicht zu Dir passt.

Fotograf gesucht? Ein wenig Recherche lohnt sich, denn während man im Allgemeinen sagen kann, welchen Musikstil man mag, ist für viele die Suche nach einem geeigneten Fotografen die erste ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Thema Fotografie. Und das Feld ist breit, sehr breit. Noch dazu mindestens genauso geschmacksgetrieben wie die eigenen Musikvorlieben.

Neben Buchungsplattformen wie Bookerando gibt es Hochzeitsblogs, Planning-Plattformen und andere Portale mit Anbieterverzeichnissen. Auch Instagram und Pinterest bieten einen riesigen Fundus an Bildern und Fotografen.

In diesem ersten Schritt geht es nicht darum, ernsthafte Kandidaten zu finden, sondern ein Verständnis dafür zu entwickeln, welche Arten der Hochzeitsfotografie es gibt, was einem gefällt und was man erwarten kann. Sammel die Fotos, die Dich ansprechen, zum Beispiel in einem Pinterest-Board.

2. Entscheide Dich für einen Stil

Schau Dir die Fotos genauer an, die Dir besonders gefallen. Gibt es Gemeinsamkeiten? Sind es formale Kriterien wie hell, pastellig und lichtdurchflutet vs. dunkel, moody und stimmungsvoll? Sprechen Dich Farben an oder eher Schwarz-Weiß? Sind es intime Porträts vom Brautpaar oder humorvolle Bilder der Gäste? Perfekt durchinszeniert oder lieber authentisch bis zur Plastiktüte im Hintergrund? Willst Du ein monumentales Foto für die Wand oder lieber viele Fotos der Deko für Facebook?

Wenn Du ein gutes Gefühl dafür hast, was Du machen willst, dann geh auf die Suche nach einem geeigneten Fotografen. Suche dabei gezielt nach Fotos auf Webseiten, die Deinen Favoriten am nächsten kommen. Bei den Honoraren wird es eine große Bandbreite geben. Manche machen es für 500 €, andere verlangen 25.000 €. Das ist wie mit Handtaschen. Eine günstige tut’s auch, aber die teuren geben einem ein besonderes Gefühl.

Weil die Honorare so weit auseinanderliegen, macht es keinen Sinn, ausschließlich lokal zu suchen. Im Zweifel ist es günstiger, den Lieblingsfotografen aus Spanien einzufliegen als den etablierten Fotografen vor Ort zu nehmen. Und nein, wir Hochzeitsfotografen müssen die Location nicht kennen. Wir sind darauf trainiert, eine Umgebung blitzschnell zu erfassen.

3. Wähle eine Lösung, die adäquat für Dein Budget ist

Schampus oder Sekt, Kaviar oder Lachs, Hochprozentiges inklusive oder nicht…

Hochzeiten sind voll von Kompromissen, ohne dass es dem Tag abträglich sein muss. Ist der Traumfotograf gefunden, stellen viele Paare erschrocken fest, dass sie mehr als 3.000 € ausgeben müssen oder der Fotograf schon anderthalb Jahre im Voraus ausgebucht ist.

Jetzt musst Du entscheiden, was Dir wirklich wichtig ist. Der teure Fotograf wird keine Partyfotos machen, wenn Du ihn Dir nur bis 18:00 Uhr leisten kannst. Der günstige Fotograf wird vielleicht keine Kracher-Porträts hinbekommen, auch wenn Du Dir ohne Ende Zeit dafür nimmst.

Die bittere Wahrheit ist, auch billiger Alkohol macht betrunken. Aber ein Fotograf, der Dich nicht voll und ganz überzeugt, ist rausgeschmissenes Geld.

Wenn Du weißt, was Dir am wichtigsten ist, kannst Du den Fotografen suchen, der genau das am besten kann und in Dein Budget passt. Lass Dir im Zweifel von dem präferierten, aber zu teurem oder ausgebuchten Fotografen einen Kollegen empfehlen. Meist haben professionelle Fotografen ein großes Netzwerk und kennen junge und nicht ganz so erfahrene Fotografen mit einem ähnlichen Stil. Da gibt es dann ein gewisses Risiko, dass die Qualität nicht über die gesamte Strecke gleich gut ist, aber dafür passen sie vielleicht besser ins Budget.

4. Fotograf gesucht? Lass Dir ganze Reportagen zeigen

Gute Hochzeitsfotografen sind Profis. Also musst Du ihnen nur deutlich genug erklären, was Du willst? Nö. You’ll get what you see. Wir haben alle unseren „Blick“, aus dem wir nicht ausbrechen können.

Auf den Webseiten sieht man in der Regel nur die besten Fotos aus der gesamten Karriere. Das ist, außer bei den besten, kein Niveau, das man 400 Fotos am Tag durchhalten kann.

Wenn Du Dich auf 2-3 Kandidaten eingeschossen hast, dann frag nach einer vollständigen Reportage. Das hilft Dir zu beurteilen, wo die Stärken des Fotografen liegen und gibt Dir Sicherheit, was Du am Ende erwarten kannst.

5. Fotograf gesucht? Folge Deinem Bauchgefühl

Wie überall gibt es auch in der Hochzeitsfotografie Trends. Man denkt als Außenstehender dann schnell, dass es nur eine, „richtige“ Art zu fotografieren gibt. Aber Du kaufst Dir keine Hosen für den Sommer, sondern Bilder, die Du in 15 Jahren noch mögen sollst. Also vertraue auf Herz und Bauch, auch wenn Deine Entscheidung abseits vom Mainstream liegt.

Absolut entscheidend ist auch die persönliche Chemie. Dieser Mensch wird Dich fotografieren, wenn Du halbnackt vor dem Spiegel einen Nervenzusammenbruch bekommst, weil die Haare nicht so tun, wie sie sollen. Kannst Du Dir das vorstellen? Bringt Dich der Fotograf zum Lachen? Hat er/sie eine ruhige Ausstrahlung? Hast Du das Gefühl mit ihm/ihr am Ende der Hochzeit ein Bier zu trinken und ihn/sie dann mit einem dicken Schmatzer zu verabschieden?

6. Fotograf gesucht? Gib dem Fotografen Freiheit

Nach einer so intensiven Auseinandersetzung gibt es am Hochzeitstag für Dich nur eins: Vertrauen und vergessen. Lass den Fotografen seine Arbeit machen und sprich gegebenenfalls vorher mit Deiner Familie, was deren Erwartungshaltung ist. Lieber im Vorfeld gewünschte Fotos absprechen und im Zeitplan integrieren als dass Mutter dann den Fotografen, der eigentlich still beobachten soll, alle 10 Minuten zum gestellten Gruppenfoto bittet 😉

7. Schätze den Blick des Fotografen auf Deinen Tag

Je authentischer der Fotograf arbeitet, desto größer ist die Möglichkeit, dass Eigen- und Fremdwahrnehmung unterschiedlich sind. Du hast einen fremden Menschen sehr nah an Dich herangelassen und im Gegenzug einen meist sehr persönlichen Blick auf Dich und Deine Lieben erhalten. Das wird seine Ecken und Kanten haben, die Ihr vielleicht erst auf den zweiten Blick schätzen lernt.

Oder aber Ihr nehmt einen Fotografen, der alles hell, schön, pastellig und durchinszeniert fotografiert. Dann ist am Ende alles wolkenwatteweich 🙂

 

Über den Autor

Daniel Kuhlmann von IT’S ALRIGHT, MA. hält Deine Hochzeit in authentischen und intensiven Fotografien fest. In seinen Werken stecken eine Menge Emotionen und Intimität. Das typische Brautpaar, das ihn bucht, ist cool, unverstellt & hat eine Liebe für das Besondere.

Kategorie: Fotograf

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